Monografien

Haben wir als Individuen wirklich die Macht?

Gerade Tierrechtsorganisationen und Veganer schieben die Verantwortung für die Gräuel an Tieren und Mitwelt vor allem auf das schwächste Glied im postmodernen Kapitalismus, den Verbraucher. Er trage Schuld, solange er nicht sein Konsumverhalten grundlegend ändere.

Enorme finanzielle und personelle Ressourcen aus Spendengeldern werden aufgewendet, die Bürger z.B. zur veganen Lebensweise zu bringen, wobei verkannt wird, dass dem Verbraucher die Macht über das Angebot längst genommen wurde. Andere Formen tier- und mitweltgerechter Lebensführung im Hinblick auf den „ökologischen Fußabdruck“, wie z. B. der Verzicht auf Urlaube, Fernreisen und Aufenthalte in der Natur, sparsamer und enthaltsamer Umgang mit Material, Luxusgütern etc., werden nicht als gleichwertige Formen von „gelebter Ethik“ gelten gelassen. Leidet die Tierrechts- und Veganszene an einer „oralen Fixierung“ im psychoanalytischen Sinne?

Dass Veganismus indes keinerlei Effekt auf Erzeugung und Angebot von Tierprodukten hat, da diese zu Abermilliarden - auch von Steuergeldern der Veganer - marktverzerrend subventioniert und planwirtschaftlich vorgegeben und, wenn nicht im Inland absatzfähig, gewinnbringend globalwirtschaftlich vermarktet werden, bleibt unberücksichtigt. Fakt ist aber, dass jährlich z. B. 1,9 Mio. Tonnen Milch in Deutschland bereits vernichtet werden, bevor sie die Ladentheke erreichen, dass auf Tierprodukte im Lebensmittelsektor nur 7% Mehrwertsteuer erhoben, während z. B. Fleischalternativen aus Soja mit 19% belegt werden. Deutschland ist eines der größten Schlachthäuser der Welt – daran kann und wird Veganismus nichts ändern!

Wäre es in Anbetracht dieser Tatsachen nicht effektiver, Spendenmittel vorzugsweise in politische Kampagnen gegen die tier- und mitweltfeindliche Subventionspolitik und ungerechte Mehrwertbesteuerung zu investieren und Menschen, die keine Veganer sind (z. B. auch Naturschützer), nicht mehr länger zu nötigen, sondern vielmehr für konzertierte und organisationsübergreifende Kampagnen gegen eine mächtige EU-Agrarpolitik und Agrarlobby zu gewinnen?

Tier- und Mitweltgerechtigkeit darf nicht im Ermessen des Verbrauchers liegen, sie muss per Gesetz für alle gleichermaßen gelten, ohne dass dies mit Mehrkosten verbunden sein darf, weswegen auch Gütesiegel abzulehnen sind.
Vegandogmatismus dient dem Gewissen des Veganers, erspart aber keinem einzigen
Tier den Tod, da die Nachfrage das Angebot derzeit NICHT beeinflussen kann. Eine neue Konsumentenelite als Selbstzweck ist geboren – sonst wurde nichts erreicht.

14.01.2014 Peter H. Arras/AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Ökonomie ist das Stoffwechselprinzip der Ökologie,
es steht dieser deshalb nicht entgegen!


boulding
Kenneth Ewart Boulding,* 18.01.1910; † 18. März 1993, war US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler britischer Herkunft.

Ökonomie ist das Stoffwechselprinzip der Ökologie, es steht dieser deshalb nicht entgegen! Das Prinzip der Ökonomie lautet: Nehme so viel wie du und deine Art zum Überleben zwingend brauchen und gebe mindestens so viel zurück, wie das Ökosystem braucht, um dich und deine Art am Leben zu erhalten. Denn deine Art kann in der Biosphäre nur Fuß fassen und überleben, wenn sie für diese intrinsisch ist.

Ökonomie bedeutet ein Bedarfsdeckungs- und Kreislaufwirtschaftssystem, in dem jede Spezies es schafft, mit minimalen Mitteln das Maximale für sich und die Biosphäre, auf deren Grundlage sie existiert, zu erreichen. Ökonomie der Menschen hat deshalb Sparsamkeit und Achtsamkeit im Umgang mit Ressourcen zur Voraussetzung und muss bestrebt sein, das Maximale für das Ökosystem zu erbringen, indem die Eigeninteressen mit minimalen Mitteln gewahrt werden.

Selbsterhalt, Arterhalt und Erhalt des Ökosystems sind untrennbar miteinander verbunden und deshalb keine Gegensätze.
Die Tiere und Pflanzen leisten dies unbewusst und angeborener Maßen.

Nur der Mensch muss zu der Einsicht gelangen, dass er nur überleben kann, wenn er diese Naturgesetze versteht und praktiziert.

28.06.2013 Peter H. Arras/AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Über Menschenlarven und Holzstühle

Sieben Entwicklungsphasen benötigt der Mensch, um seelisch zu einem Erwachsenen heranzureifen. Sigmund Freud entdeckte die orale, die anale, die genitale, die ödipale sowie drei pubertäre Phasen bis zum adoleszenten Reifestadium, das erst mit 25 Jahren abgeschlossen ist.

Die moderne Gesellschaft zwingt ihre Nachkommen spätestens ab dem sechsten Lebensjahr, ihre Kindheit und Jugend überwiegend auf standardisierten Stühlen aus Holz oder Plastik zu verbringen – ganz unabhängig von deren persönlicher Konstitution und seelischen Verfassung – stillsitzend, während der sowohl psychisch als auch physisch sensibelsten Entwicklungsphasen ihres Lebens! Sie lässt ihnen „Wissen“ eintrichtern, das oft keinen Bezug zum späteren Leben aufweist und nennt dies „Bildung“ und den Ort des Geschehens „Schule“.

Kein Unternehmen könnte es sich leisten, seine Bürokräfte solchen „Arbeitsbedingungen“ auszusetzen - hochmoderne, ergodynamische Bürostühle, die Haltungsschäden des Rückens “bei Erwachsenen“ verhindern sollen – ein Muss, sonst gibt’s Ärger mit Gewerkschaft und Berufsgenossenschaft.

Kinder und Jugendliche müssen sich bewegen, wollen die Welt erkunden, sich bewehren, ihre Fähigkeiten, Neigungen und Begabungen entdecken, um sich entwickeln und entfalten zu können. Doch die moderne Gesellschaft hält es für angemessen, sie fast wie „Batteriehühner“ institutionell in Massen zu immobilisieren und mit systemkonformen „Wissen“ unter Zwang voll zu stopfen, auf dass Individualität und Entfaltungsmöglichkeiten möglichst klein gehalten werden. Und all das soll verstärkt werden (Ganztagsschulen) und noch früher einsetzen (KiTa).

Da verwundert es nicht, dass Leute, nur weil sie einen Numerus Clausus erreichten und deshalb z. B. Medizin studieren durften, einem später einmal den Bauch aufschneiden, und sich „Fachleute“ nennen dürfen.

Unser gegenwärtiges Bildungssystem stellt eine Vergewaltigung unserer neuen Generationen und somit unserer Zukunft dar; es befördert nicht den Talentiertesten, sondern den Angepasstesten nach „oben“! Nicht die Erlangung von eigenständiger Denkfähigkeit und Erkenntnissen wird erzielt, vielmehr frustriert es die Lust auf Lernen und die Tendenz zur Vergeistigung. Lediglich das Abspeichern und Wiedergeben von vorgefertigtem Wissen wird konditioniert, also autistische Fähigkeiten, und KEINE Intelligenz, da diese kreativ ist. Und “Lernen“ wird zur Bürde ebenso wie “Leistung“. Authentizität? Fehlanzeige!

Ein solches System kann keine Nachkommen hervorbringen, die den großen Herausforderungen der Zukunft gewachsen sind. Vielmehr ist die globalökologische Situation ebenso wie die gesellschaftliche das Resultat einer verfehlten Pädagogik, die der menschlichen Natur in keiner Weise Rechnung getragen hat.

16.01.2013 Peter H. Arras/AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Sei gütig zu allem, was lebt!

Meine Überzeugungen als egalitärer Biozentriker resultieren nicht nur aus ethischen und ökologischen Einsichten, sondern auch aus meinen spirituellen Überlegungen, an deren Gültigkeit ich glaube. Das Phänomen Leben ist die einzige Form im Universum, in der die zwei unvereinbaren Gegensätze - nämlich Materie und Geist - einen Weg zur Fusion fanden.

Zu Beginn allen Seins war nur der Kosmische Geist, der durch Willenskraft die Materie erschuf (Urknall), um sich zu spüren, um in seiner Gegensätzlichkeit zur Materie sich seiner selbst gewahr zu werden (Dualität).

Die Seelen sind individualisierte Bestandteile des Kosmischen Geistes und unterwerfen sich den physikalischen Gesetzen der Materie wie Schwerkraft, Zeit, Stoffwechsel und arrangieren sich mit den Unbilden im Hier und Jetzt. So müssen sie mühevoll lernen, mit Begrenztheit, Konkurrenz und allen möglichen Widrigkeiten umzugehen. Auch Angst, Furcht, Schmerz und Lust sind Empfindungen, die sie nur in einem Körper erleben können.

Die belebte Welt ist das „Schulhaus“, die Kreaturen sind die „Sitzplätze“ und die in ihnen befindlichen Seelen sind die „Schüler“. Der Kosmische Geist beinhaltet alle Weisheit, doch da er Antimaterie ist, weist er keinen Organismus auf, kann deshalb nichts wahrnehmen und nicht handeln. Er entsendet deshalb die Seelen in die Materie, auf dass sie wie Sonden für ihn aufzeichnen, für ihn wahrnehmen, erleben, erfühlen und im Moment ihres Todes sämtliche Informationen an ihn übertragen, indem sie in ihn zurückkehren. Hierzu geben sie ihre Individualität wieder auf und werden ALLEINS mit ihm. Der Kosmische Geist entsendet immer wieder Seelen in die Welt, um sich mit der Materie abzugleichen, um mit ihr kompatibel zu sein. Jedes Wesen entspricht einer „Synapse Gottes“.

Die Seele sitzt nicht in einem bestimmten Organ, sie durchströmt den gesamten Organismus, belebt alles was lebt auf molekularer Ebene.

Wenn diese Welt kein Ort mehr ist, in den es sich lohnt, hineingeboren zu werden, wenn sie immer mehr einer „heißen Herdplatte“ entspricht, wird der Kosmische Geist keine Seelen mehr in diese Welt entsenden – sie wird absterben.

Auch deshalb kämpfe ich dafür, dass diese Welt für alle lebenswert bleibt, denn unsere Seelen und die aller anderen Wesen, kommen aus demselben Geist und kehren wieder zu ihm zurück. Denn wir sind ALLEINS!

Gewähre deshalb jedem Leben jene Güte, die Du für Dich selbst ersehnst, denn wir sind alle aus derselben Quelle und kehren alle dorthin zurück!

Biedesheim, den 22.07.2012

Peter H. Arras/AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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„Unwertes Leben“ oder lebensunwürdige Bedingungen?

Die Bezeichnung „unwertes Leben“ ist eine Kreation psychopathischen Gedankengutes von Rassisten, Faschisten und Speziesisten und mitweltethisch somit verwerflich und verbrecherisch.

Was aber aus mitweltethischer Sicht zu Gebote steht ist die Frage, ob Leben in verantwortungsvoller Weise herbeigeführt und forciert werden darf, wenn die Bedingungen, in die dieses Leben hineingeboren werden sollen, seiner Natur und Artgemäßheit unabwendbar entgegenstehen.

Nichts ist wertiger als das Phänomen Leben in jeder Form. Gerade deshalb aber ist es umso wichtiger, sicherzustellen, dass dieses Leben auch „auf fruchtbaren Boden fällt“ in einer Welt- und Werteordnung, die immer lebensfeindlicher und lebensunwürdiger wird.

Leid und Elend zu verhindern kann somit auch bedeuten, dass man Leben verhindert, denn nur was lebt kann leiden. Leben aber, das bereits existiert, bedarf des bedingungslosen Schutzes und der Sicherstellung seiner artspezifischen Ansprüche, um sich optimal entwickeln zu können und sein Leid und Elend zu verhüten.

Mitweltethik ist eine lebensbejahende, das Leben bejahende und insoweit egalitär-biozentrische Ethik.

Maßnahmen wie Unfruchtbarmachungen und Abtreibungen sind isoliert betrachtet lebensfeindlich. Die Prämisse „Leben um jeden Preis“ ist dies - aus der Perspektive des Lebens betrachtet - aber noch viel mehr. Es sind deshalb pragmatische Methoden, um Lebewesen unzumutbares Leid und Elend zu ersparen in einer Welt, die zunehmend mehr ein Ort ist, in dem Leben nichts Gutes zu erwarten hat – eine Welt, in die es sich immer weniger lohnt, hineingeboren zu werden. Zwar wurde zu allen Zeiten gelitten, die Frage aber ist, ob Leidzustände einer Kreatur verhaltensbiologisch zumutbar sind, bzw. ob sie von ihr im Rahmen artspezifisch möglicher Einflüsse schadlos kompensierbar sind.

Betrachtet man die Ausweglosigkeit, in der immer mehr Lebewesen Leid und Elend unabwendbar und unrettbar ausgesetzt sind, die psychisch und physisch unabdingbare, weil angeborene Ansprüche entbehren, ist die Verhütung von neuem Leben immer mehr geboten.

Solange dies beklagenswerterweise so ist, darf nicht geruht und gerastet werden, bis diese Welt ein Ort der Harmonie, des Friedens und der artgemäßen Bedingungen für alle ist – soweit dies in der Macht der Menschen liegt.

Biedesheim, den 22.01.2012

Peter H. Arras/AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Z E I T

Was ist Zeit? Wir messen mit ihr die Dauer zwischen Ursache und Wirkung, doch was ist Dauer? Tatsache ist, dass wir alle ohne Zeitbegriff auf die Welt kommen. Auch Tiere haben eigentlich keinen Zeitbegriff, allerdings haben sie einen Sinn für wiederkehrende Abläufe.

Als Kinder benötigen wir lange, bis wir ein Zeitgefühl entwickeln, um immer mehr zu Sklaven der Zeit zu werden. Viele von uns funktionieren im Takt der Zeit so sehr, dass sie auch ohne Wecker immer zur gleichen Zeit aufwachen. Mit zunehmendem Alter erfährt man den Eindruck, dass die Zeit immer schneller vergeht – was ist schon eine Woche, ein Monat oder ein Jahr. Und bei der Bewältigung der Tagespflichten vergehen Stunden in Minuten – so empfinden es viele – inzwischen auch schon Jugendliche.

Langeweile, also jenes Empfinden, das eine kurze Weile als lange erscheinen lässt, kommt kaum noch auf – selbst bei Leuten, die wenig zu tun haben.

Wir haben uns Zeitdiebe geschaffen, so z. B. den Computer und das Internet. Nirgends scheint die Zeit rascher zu vergehen, als wenn man am PC arbeitet.

Niemand hat Zeit: Die Kinder nicht, denn sie werden von ihren Eltern ausgebucht und ihre Unbeschwertheit zerstört. Die Alten nicht, denn sie sind eingebunden in Aufgaben, für sie sie wegen ihres Alters länger benötigen als früher. Die dazwischen auch nicht, denn gerade sie sind dem knallharten Wettbewerb in nie da gewesener Form ausgeliefert – dem Run auf Geld, Karriere und Besitztum.

Wo ist noch Zeit für innere Entwicklung, für andere, für Kinder, Bedürftige, unsere Mitlebewesen, unsere gepeinigte Welt? Wo ist noch Sinn für Tiefe, Entwicklung, Einsicht und Erkenntnis?

Wie Treibholz schwimmen wir auf den Wellen eines Baches, der flussabwärts immer mehr zum reißenden Strom voller Stromschnellen und scharfen Klippen wird. Und wenn dann doch einmal etwas Zeit übrig ist, wissen viele nichts mehr damit anzufangen, flüchten sich in virtuelle Welten, Tagträumereien und Konsum, in der Furcht vor ihrem Selbst, der Selbstreflektion und allzu oft der Einsicht, den Kampf gegen die Zeit niemals gewinnen zu können. Denn die Seele kennt keine Zeit – erst wenn sie in die Materie inkarniert, wird Zeit zu einem Faktor, der ihr lebenslang zu schaffen macht.

„Zeit hat man nicht, man nimmt sie sich,

wenn wirklich etwas wichtig ist!“

Biedesheim, den 23.07.2011
Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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„SelbstABSZESSierung“

Der Planet Erde mit seiner Biosphäre leidet an einer schweren Krankheit.

Er ist von einem entarteten Zelltyp befallen, der einst aus seinem gesunden Gewebe hervorgegangen ist. Es begann schon vor 2 Mio. Jahren, wurde vor ca. 100.000 Jahren auffällig und seit 200 Jahren ist die Erkrankung akut. Erst in jüngerer Zeit zeichnet sich ab, dass dieser Organismus die toxischen Stoffwechselprodukte dieser entarteten Kreatur nicht mehr rasch genug abbauen und ihre Destruktivität nicht mehr kompensieren kann. Sein Immunabwehrsystem versagt gegen diese Erkrankung, weite Teile seines gesunden Gewebes sind längst massiv befallen und nekrotisiert. Zellgewebe stirbt massiv ab, ganze Zelltypen sterben aus, die Organe – insbesondere die Lungen, das Kreislaufsystem, die Entgiftungsorgane - versagen ihren Dienst, er hat Fieber – und das Geschwulst wuchert weiter, metastasiert – sein Wachstum ist explosiv und wird in absehbarer Zeit nicht zum Stillstand kommen.

Organismen neigen dazu, infiziertes Gewebe zu abszessieren, um eine weitere Ausbreitung hierdurch einzudämmen – doch die Biosphäre kann dies in diesem Falle nicht, denn dieser Befall akzeptiert keine Grenzen.

Da der zum Erreger mutierte Zelltyp aber selbst nicht überleben kann, wenn sein Wirt zugrunde geht, bleibt ihm nur eine Möglichkeit:

Er fördert das System Biosphäre und seine Regeneration, indem er sich selbst abszessiert. Mithilfe seiner technologischen Möglichkeiten verlegt er seine industriellen Stoffwechselprozesse in geschlossene Systeme, um hierdurch Emissionen nahezu gänzlich zu vermeiden und durch Kreislaufwirtschaft mit einem Minimum an Ressourcen auszukommen. Er zieht sich auf ein Minimum der Fläche zurück und gibt Terrain an die gesunden Zellverbände und -arten frei, unterstützt deren Gedeihen und reanimiert somit die gesamte Biosphäre, so dass diese gesunden, und die von ihm geschlagenen Wunden ausheilen können.

Biedesheim, den 22.01.2011

Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Die Zukunft der Menschheit

Die Menschheit steht heute an einem Punkt, an dem es kein Zurück zur Natur mehr geben kann, sondern nur ein Voran.

Anzunehmen, dass es uns nach allem, was wir an Schaden an unsere Mitwelt und unserem Planeten angerichtet haben, möglich wäre, nostalgische Sehnsüchte nach einem Leben inmitten der Natur zu realisieren, ist Träumerei und irrationale Wahnvorstellung.
Wir haben uns für Technologie und Fortschritt entschieden – beides ist inzwischen zu unserem unausweichlichen Schicksal geworden.

Eine Reintegration unserer Spezies in die Biosphäre kann deshalb nur mit Hilfe von High-Tech ermöglicht werden. Wir brauchen hocheffiziente Technologien, die unsere Vitalinteressen befriedigen, ohne weiter die Vitalinteressen der anderen Lebewesen zu beschneiden.

Wir müssen uns auf ein Minimum an Fläche zurückziehen, und mit einem Minimum an Roh- und Nährstoffen auskommen,
um der Natur ein Maximum an Lebensraum und Entfaltungsmöglichkeit zurückzugeben.

Denn nur die Regenerationsfähigkeit der vom Menschen unbeeinflussten Natur vermag es, die Schäden, die wir verursacht haben, auszuheilen!

Wenn wir es nicht schaffen, dies schnellstens einzusehen und uns beeilen, die erforderlichen Technologien zu entwickeln, werden wir definitiv keine Zukunft haben – die Natur indes wird weiterleben – ohne uns.

Biedesheim, den 15.08.2010

Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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V E R A N T W O R T U N G

Der Begriff „Verantwortung“ bedeutet, Antwort zu geben/ geben zu können, wenn man nach dem Weshalb und Warum seines Tun und Unterlassen gefragt werden würde. Es gilt, plausibel darzulegen, weshalb man sich so und nicht anders verhält bzw. Entscheidungen gefällt und gehandelt hat.

Der Prozess der Verantwortlichkeit beginnt im Kopf, in der Zwiesprache zwischen Sinnen und Wollen auf der einen und den zu Gebote stehenden Möglichkeiten auf der anderen Seite. Einer jeden gewissenhaften Entscheidung geht eine Abwägung voraus, ob die Verhältnismäßigkeit der Mittel besteht, ob die größtmögliche Wahrscheinlichkeit, das verfolgte Ziel zu erreichen, gegeben und vor allem, ob das Gewissen seine Absolution in ethischer Hinsicht erteilt.

Verantwortliches Handeln ist dann gegeben, wenn die Entscheidung objektiv oder zumindest intersubjektiv legitimiert werden kann. Selbst wenn jener, über den man etwas entschieden hat, nicht mündig ist (Tier/e, Natur, Kind/er, Behinderte/r) und somit nicht fragen kann, sollte die Entscheidung in seinem Sinne unter Berücksichtigung aller erdenklichen Faktoren bezüglich Wahrheit und biophiler Ethik getroffen werden.

Wir leben in einer Zeit der Verantwortungslosigkeit. Kaum jemand ist noch bereit, eine Infragestellung seines Verhaltens zuzulassen und guten Gewissens die Gründe für seine Entscheidung anschaulich darzulegen. Rasch heißt es dann, dass man sich nicht rechtfertigen müsse, dass jeder das Recht auf seine eigene Meinung habe etc. Begriffe wie Toleranz, Freiheitlichkeit und Individualismus werden herangezogen, um letztlich Beliebigkeit, Ambivalenz, Unfähigkeit und Gewissenlosigkeit, aus denen Unrecht resultiert, zu legitimieren.

Jene, die sich nicht zur Verantwortung ziehen lassen wollen, die Aussprachen ablehnen, weil sie ihr Verhalten nicht rechtfertigen können, weisen stets eine narzisstische Charakterstruktur auf, sind somit unfähig zur Selbstreflektion, wissen oder ahnen, dass sie defizitär sind und fürchten, hierbei überführt, bloßgestellt bzw. narzisstisch gekränkt zu werden.

Eigenes Versagen einzugestehen werten sie als Kapitulationserklärung, als Schwäche, weswegen ihnen dies ihr mangelndes Selbstwertgefühl verwehrt. Sie brechen jeden Kontakt ab, betreiben Verleumdung oder gar Unterdrückung gegen ihre/n Kritiker und verzerren die Fakten, lügen und unterstellen, womit sie ihre Unfähigkeit, verantwortungsbewusst und somit im wörtlichen Sinne mündig zu sein, selbst unter Beweis stellen und sich hierdurch selbst outen. Ihr feiges Verhalten zieht zumeist keine Konsequenzen nach sich, weswegen sie bleiben, wie sie sind.

Biedesheim, den 12.07.2009 © Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Normalität oder Wahnsinn?

Wird die Norm wirklich von jenen gestellt, die die Mehrheit bilden?

Was, wenn tatsächlich jene Menschen in unserer Gesellschaft inzwischen die Mehrzahl bilden, die nach den modernsten Erkenntnissen der Psychopathologie erhebliche Charakterstörungen aufweisen?

Der klinische Psychologe Eric Merz geht in seinem Buch „Borderline – weder tot noch lebendig“ von einer Subpopulation von Menschen mit Borderline- Syndrom in den Industrienationen von inzwischen 70% aus.

Soziologen haben schon vor Jahren konstatiert, dass in Westeuropa und Nordamerika der „antisoziale Charakter“ auf dem Vormarsch sei, weil unsere „modernen“ Lebensbedingungen Sozialität nicht mehr als zwingende Eigenschaft für das Überleben voraussetze. Vielmehr kann ein hohes Maß an Empathie, Skrupel, Gewissen oder gar Altruismus das Leben eher in seinem Verlauf hemmen und schwerer machen – Nachahmer finden sie deshalb kaum.

Ethische Prinzipien sind in einer Gesellschaft, die von pathologischen Narzissten (vgl. Buch „Das Zeitalter des Narzissmus“ von Christopher Lasch) und Egoisten beherrscht und kulturell beeinflusst werden, immer schwerer einhaltbar – jedenfalls führt man ein Leben im Abseits, wird ausgegrenzt und als so genannter „Gutmensch“ diskriminiert.

Innermenschlich wie auch gegenüber unseren Mitlebewesen steigt die Bereitschaft, Gewalt anzuwenden – subtile wie körperliche – um die eigenen Interessen durchzusetzen. Kinder, Tiere und die Natur werden als Kompensationsobjekte vernutzt und subtil- psychologisch parasitiert, der destruktiven Willkür unterworfen und in der persönlichen Entwicklung behindert. Analog dazu steht der Kapitalismus – jene Staatsdoktrin, die alles Sein auf seinen imaginär-materiellen Gegenwert reduziert und die Nützlichkeit für den Kapitalisten als einzige Daseinsberechtigung postuliert – die hemmungslose Ausbeutung und Ausrottung von Lebewesen gilt als Selbstverständlichkeit.

Hunderte von Milliarden Euro und Dollar werden bereitwillig auf dem mammonistischen Altar des Kapitalismus geopfert, während die Rettung unseres Planeten und ein ethisch korrekter Umgang mit Lebewesen demgegenüber fast niemandem etwas Wert ist.

Kurt Tucholsky meinte: „Unterschätze nicht die Macht dummer Leute, die einer Meinung sind.“ Dies muss auch für die Wahnsinnigen gelten!

Biedesheim, den 14.01.2009 © Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Die große Hürde der Menschwerdung

Unsere Denkfähigkeit ist evolutionsbiologisch
eine noch sehr junge Eigenschaft.
Keine Spezies hat bislang im Verlaufe ihrer Entwicklungsgeschichte eine vergleichbare Intelligenz und Logik entwickelt.
Doch leider konnten wir bis heute keine angeborene Übereinstimmung zwischen unserer Emotionalität und unserem Verstand herstellen.
Große Probleme, vernünftige Einsichten mit unserem emotionalen Sinnen und Wollen zu harmonisieren bzw. der Vernunft quasi automatisch den Vorzug zu geben, haben alle Menschen.
Dieses Dilemma lässt uns nicht selten - bewusst oder auch unbewusst - das Falsche entscheiden und tun – mit fatalen Folgen für alles und jeden, das bzw. der von unserer Verantwortung abhängt.
Die Welt, unsere Nachkommen und alle Mitlebewesen sind existenziell darauf angewiesen, dass wir das Richtige weil Naturgesetzmäßige tun.
Verantwortung bedeutet, beantworten bzw. plausibel machen zu können, weshalb wir uns so und nicht anders verhalten haben.

Wir erwerben ab dem dritten Lebensjahr durch Prägung und Erziehung das uns neurobiologisch fehlende Modul zwischen Gefühl und Verstand – das so genannte Überich. Es stellt die zweite Stimme in uns dar, denn es mahnt unser Es, unsere angeborene Maßlosigkeit zu mäßigen, es verlangt Verständnis, Disziplin, Zurückhaltung, Einsicht und Güte – aber eben nur dann, wenn es in unserer Kindheit optimal gestrebt wurde.

Durch den zunehmenden Zerfall unserer psychosozialen Strukturen bleibt die Gesellschaft mehrheitlich auf dem charakterlichen Stand eines gewissenlosen Kleinkindes stehen, ganz gleich, zu welchen intellektuellen Leistungen der Einzelne ansonsten fähig ist.

Die Unfähigkeit, mitweltethische Skrupel zu verinnerlichen, weil sein Gewissen fehlt oder schwach ist, lässt ihn zu einem Pseudomenschen werden, einer Chimäre zwischen Tier und Mensch.

Noch immer und in inzwischen verstärktem Maße fehlt der Menschheit jene Eigenschaft, die ausschlaggebend dafür ist, die Fähigkeit zu erlangen, in dieser Biosphäre zu überleben, bevor wir sie zerstören.

Biedesheim, den 02.07.2008 © Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Das leise Sterben – es hat längst begonnen

Seit Anbeginn ihrer Existenz fürchtet die Menschheit ihren Untergang und es scheint oft, dass sie in schauderhafter Sehnsucht ihm entgegenfiebert.

Naturkatastrophen, Atomkrieg oder Seuchen – der Zorn Gottes ist uns prophezeit und wir scheinen zu ahnen, dass wir ihn verdient haben.
Mythen, Sagen und Actionfilme haben dies Thema immer wieder
aufgegriffen und wie es scheint, sind alle möglichen Varianten der
Frage nach dem Wie schon ersonnen worden.
Ein Untergang muss mit Wehklagen und Getöse einhergehen.
Hochkulturen sind untergegangen und noch immer stellt sich die
Wissenschaft die Frage nach dem Warum.
Und auch das Wann ist stets aktuell gewesen.

Dass unser Untergang längst begonnen hat, dass er ganz anders daher kommt, als wir es uns vorgestellt haben, scheint mir eine
beobachtbare Tatsache zu sein.
Die Menschheit erstirbt schrittweise, leise, fast unmerklich.
Ihr Tod ist zunächst kein biologischer, er ist ein psychologischer.
Es ist das Sterben unserer Seele, die uns verschlingende innere Leere, der immer mehr Menschen anheim fallen. Abgelenkt durch
permanente äußere Reize ist es kaum zu spüren und sollte es doch wahrgenommen werden, werden sofort Ablenkmaßnahmen ergriffen, die uns überall zur Verfügung gestellt werden.
Dieser Tod ist höchst ansteckend und er erscheint unumkehrbar, weil hierzu Wachheit, Selbsterkenntnis, Willenskraft und
Wahrheit erforderlich wären.
Das, was die Menschen retten würde ist ihnen aufgrund ihrer Krankheit gleichsam verwehrt – wahrlich eine subtile Form zu enden.
Die Welt, die in und mit uns ist, spiegelt und bedingt sich wechselseitig – stirbt die eine, stirbt auch die andere.

Biedesheim, den 09.01.2008 © Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Feminismus und Emanzipation

Feminismus ist die Behauptung weiblicher Wesensmerkmale,
Eigenschaften und Ansprüche in einer von Männern
beherrschten Welt. Ohne die Weiblichkeit fehlt jeder Gesellschaft
das Jang und somit das Gleichgewicht.
Emanzipation (Gleichberechtigung) ist überall dort zu
thematisieren, wo Gleiches gleich und
Ungleiches ungleich zu behandeln ist.
Die Emanzipation der Frau gegenüber dem Manne bedeutet, dass
typisch weibliche Eigenschaften der Frau in der Gesellschaft ebenbürtig neben den für Männer typischen Eigenschaften bestehen.
Daraus resultiert, dass es weder Feminismus, noch Emanzipation der Frau darstellt, wenn Frauen sich anschicken, Männer
bezüglich „Männlichkeit“ (bzw. das, was man für männlich hielt, aber tatsächlich charakterliche Schäden wie z. B.
Empathiemangel, Egozentrik etc., darstellten,) zu überbieten.
Doch genau dies wurde und wird angestrebt. Die negativen
Eigenschaften des Patriachats erhalten eine getarnte Neuauflage und zerrütten unsere Gesellschaft ebenso wie unsere Mitwelt.
Die weiblichste aller Merkmale der Frau ist der Muttertrieb!
Wenn Frauen freiwillig und ohne Not ihr eigenes Kind für eine
Stempelkarte oder für Karriere hergeben, dann zeugt dies
nicht von einer emanzipierten Gesinnung, sondern davon, dass eine solche Frau unter einer massiven Charakterstörung leidet, die sogar ihren angeborenen archaischen Wesenskern erfasst.
Die Natur quittiert die Dekadenz unserer Gesellschaft mit der
milieubedingten Heran“reifung“ ganzer Generationen von psychisch labilen bis kranken Nachkommen, was den Niedergang derselben
mittelfristig zur Folge hat.

Biedesheim, den 25.07.2007 © Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Toleranz, Ignoranz und Souveränität

Die Besonderheit des Menschlichen ist die Vernunft,
alle anderen Eigenschaften teilen wir mit den Tieren.
Nur unsere Vernunftbegabung befähigt zu den Fragen:
„Was ist wahr, was richtig und was ist zu tun“.

Moralische Werte werden jedoch auf dem Altar einer fatalen
Toleranz geopfert und der Frevel von Ignoranz gedeckt.
Das Motiv dieser fatalen Entwicklung ist die
Angst vor Konflikten, narzisstischen Kränkungen und
der Entblößung eines unterentwickelten
oder gar geschädigten Selbst.
Als souverän gilt jener, der flach, glatt und angepasst ist,
keine Position bezieht und leidenschaftslos lächelt,
anstatt aufzustehen,
um der Wahrheit und Gerechtigkeit die Ehre zu geben.

In einer Welt sterbender ideeller, geistiger und moralischer Werte stirbt auch das Leben, verliert an Wert
und somit auch der Mensch, der ein Lebewesen ist.
Wo kein Wert mehr ist, da ist Leere und somit keine Kraft,
dort aufzubegehren, wo unser Widerspruch und
unsere Parteinahme gefordert ist.

Wahre Souveränität beinhaltet den Mut zur Wahrheit.
Fatale Toleranz und Ignoranz indes sind aus der Feigheit geboren, die aus einem schwachen weil gewissenlosen Selbst resultiert.

Biedesheim, den 27.12.2006 © Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Die drei Säulen unseres Wesens

Die erste ist der Instinkt, das es, das Tier in uns, mit allen angeborenen Verhaltensweisen und Charakterzügen. Es beinhaltet auch das Unterbewusstsein, das auf Prägungen und Erlebnisse bis ins frühkindliche und Embryonale zurückgeht.

Die zweite stellt den Intellekt dar, das ich, der Mensch in uns. Mit dem Bewusstsein erfassen wir das Reale, kommunizieren und denken wir und werden uns klar über unsere Mitwelt und uns selbst.

Die Dritte Säule ist die Intuition, das Über- Ich, das geistige in uns. Mit diesem Überbewusstsein ziehen wir die Konsequenzen, die Moral aus allem, was wir fühlen, wissen und erkannt haben. Sie erst macht uns zu wahrhaftigen Menschen und stellt jene Schnittstelle dar, die man auch als Gottesmodul bezeichnen kann.

Erst die Ausprägung aller drei Säulen ergibt die Freisetzung unseres gesamten geistigen Potentials und führt uns unserer Bestimmung zu, wahrhaft menschlich zu sein. Erst dann haben wir die Reife erlangt, die Welt, die in und mit uns ist, zu begreifen und die Wahrheit zu erkennen.

Karlsruhe, den 08.07.2003 © Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Der W I L L E

des Menschen guter W i l l e
ist sein
H i m m e l r e i c h --

sein U n w i l l e
ist sein
V e r d e r b e n !

19.11.2002 © Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Gewissheit und Zuversicht

Gewissheit und Zuversicht sind die zwei Seiten derselben Medaille.

GEWISSHEIT resultiert aus dem Wissen, dass etwas Bestand hat, eine Konstanz, an die wir anknüpfen, auf die wir bauen können, ein Faktor, der es uns erlaubt, ihn als Basis unserer Zukunft anzuerkennen. Sicherheit, Kontinuität und Geborgenheit sind ihre drei Säulen.

Gewissheit vermindert das Risiko zu scheitern. Ohne sie ist kein Fortschritt möglich. Sie ist das Netz, das uns auffängt, wenn alle Stricke reißen.

ZUVERSICHT stellt unsere Sicht in die Zukunft dar, ausgehend von dem, was uns unsere Gewissheit im Jetzt erlaubt.

Sie ist das Ziel, die Erwartung, das anzunehmende Ergebnis basierend auf dem, was wir haben, halten, was uns gewiss ist.

Zuversicht ist mehr als nur Hoffnung, da sie sich am Konkreten orientiert und deshalb ohne Glauben auskommt.

Ohne sie sind wir als planende Wesen kaum in der Lage, all das zu tun, was getan werden muß, was die Bestimmung unseres Lebens ist und was unsere geistige Entwicklung exponiert.

Gewissheit und Zuversicht haben ihre Bedeutung in einer Welt der Verwirrung und Instabilität in beängstigender Weise verloren. Misstrauen, Angst und Feindseligkeit haben ihre Plätze längst eingenommen. Die soziale Zersetzung nimmt ihren Lauf.

Ohne Gewissheit und Zuversicht sind wir ohne Orientierung, ohne Perspektive, ohne Kraft. Mit ihnen sind wir fähig, JA zu sagen und alles zu gewinnen. Ohne sie haben wir bereits verloren, bevor wir uns versuchten.

Das JA enthält alle Möglichkeiten, das NEIN ist leer!

Karlsruhe, den 21.12.2001 © Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Der Name der Zukunft

Sechs Milliarden Menschen bevölkern am Anfang des dritten Jahrtausends die Erde am Rande der Milchstraße.

In nur wenigen Jahrhunderten zerstörte diese Menschheit das natürliche Gleichgewicht einer Biosphäre, in der schätzungsweise 400 Mio. Lebensformen koexistierten und richtete Angst und Schrecken über ihre Mitwelt.

Das Überleben dieser sogenannten Menschheit ist durch sie selbst akut in Frage gestellt. Zwei sich ethologisch voneinander unterscheidende Unterarten wurden definiert.

Es sind diese der Anra (Animal rationale), ein denkfähiger Primate, der ca. 80 % der humanoiden Gesellschaft umfasst sowie der Hosa (Homo sapiens sapiens), der zwar in der Lage ist, Wissen zu speichern, es aber nur selten vermag, sein Verhalten entsprechend danach auszurichten.

Im Schatten der Herrschaft dieser beiden Menschentypen betrat nun eine neue, sehr zuversichtlich stimmende dritte Variante die Bühne des Lebens auf diesem Planeten. Es ist dies der Hocoeth (Homo cognoscens ethicus). Seine intellektuellen und geistigen Fähigkeiten sowie sein Selbstverständnis inmitten dieser mit verschiedensten Lebensformen bevölkerten Welt, lässt die beiden vorgenannten Arten bezüglich ihrer Überlebenschancen weit zurück. Der Hocoeth schaffte es, Instinkt, Intellekt und Intuition harmonisch aufeinander abzustimmen und erlangte die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu erkennen und sein eigenes Verhalten und Unterlassen entsprechend danach auszurichten.

Der Hocoeth ist der Mensch der Zukunft, denn ohne ihn wird es für die Menschheit und vielleicht für das irdische Leben insgesamt, keine Zukunft geben können.

Ende des Kurzberichts extraterrestrischer Anthropologen an ihre Heimatbasis

Karlsruhe, den 23.06.2001 © Peter H. Arras AKT gGmbH- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Die Wahrheit ist wie die Sonne

Wer der Lüge erliegt, weil er die Wahrheit nicht erträgt, der leidet an der schlimmsten Krankheit, die je existierte.
Wer die Lüge ersinnt und/oder verbreitet, weil ihm die Wahrheit keinen Vorteil verschafft, macht sich des schlimmsten Verbrechens schuldig.

Wer den Lügner nicht bloßstellt und
den Belogenen nicht die Wahrheit zumutet,
ganz gleich wie unbequem oder schmerzlich sie sein möge,
der ist ein Verräter und Feigling.

Denn die Wahrheit ist wie die Sonne:
Sie erhellt und ordnet die Welt, erleuchtet die Aufrichtigen, blendet die Belogenen und verbannt die Lügner ins Schattendasein.

Doch früher oder später verbrennt das Licht der Wahrheit alles Verlogene und all jene, die die Wahrheit ignorierten und die Wahrhaftigkeit verspotteten.

Die Wahrhaftigen indes fahren ein in jene Sphäre, die der Ursprung und das Ziel der Wahrheit sind und in der das Leiden und Suchen, Entbehren und Sorgen ein Ende haben, die EWIGKEIT.

Karlsruhe, den 03.01.2001 © Peter H. Arras AKT gGmbH- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Die Steigerung der Ethik
der
„Ehrfurcht vor dem leben“

Stufe I:
„Ich bin Leben, das leben will,
inmitten von Leben, das Leben will !“

(Albert Schweitzer Anfang des 20. Jahrhunderts)

Stufe II:
„Ich bin Leben, das Leben will,
FÜR DAS LEBEN, das Leben will !“

(Peter H. Arras Anfang des 21. Jahrhunderts)

Stufe III:
„ENDLICH LEBEN WIR !“

(zukünftige Generationen einer neuen menschlichen Spezies, der Hocoeth, über ihre harmonische Coexistenz mit der Mitwelt am Anfang des 22. Jahrhunderts)

Anmerkung: Wenn der Hocoeth (Homo cognoscens ethicus) im Verlaufe der einzuleitenden geistigen Evolution den gegenwärtig herrschenden Animal rationale und Homo sapiens sapiens nicht ablöst, dann wird das Leben auf Erden einschließlich das menschliche, zwangsläufig untergehen.

Karlsruhe, den 18.05.2000 © AKT gGmbH- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Die Geschwister der Lüge

Die Lüge ist der Feind der Wahrheit, Erkenntnis und Aufrichtigkeit. Sie kämpft gegen Ehre und Ethik und verhindert die Entwicklung von Güte, Gerechtigkeit und wahrer Humanität.

Sie hat drei Schwestern:

Die erste ist eine Schauspielerin, sie tut nett und höflich, doch ihre Motive sind Durchtriebenheit und Falschheit.
Sie heißt Diplomatie.

Die zweite liebt die Bekanntheit, strebt nach Beliebtheit und Popularität, doch ihre Motive sind Niedertracht und Verklärung.
Sie nennt sich Propaganda.

Die dritte gibt sich fromm und gütig, doch ihre Motive sind Scheinlegitimation, Verführung und Irrleitung.
Sie wird Scheinheiligkeit genannt.

Ihr Vater ist der Egoismus,
die Mutter nennt sich Menschheit.

Karlsruhe, den 31.10.1999 © Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Der Klügere gibt nach?

Niedere Motive und Charaktere triumphieren seit Menschengedenken über den edlen, hehren und guten.

Die vielgerühmten Errungenschaften der Menschheit sind bei genauerer Betrachtung jedoch materieller und technischer Art, geschaffen, um den egoistischen Trieben wie Habgier, Bequemlichkeit, Macht und Geltung zu genügen.

Nur wenige Menschen unterzogen sich der Mühe, Wahrheit zu ergründen und Gerechtigkeit zu schaffen. Im Schatten der gleichgültigen und triebhaften Massen konnten wahrhaftige Tugend und Moral, Idealismus und Selbstlosigkeit nicht gedeihen. Den wenigen Außenseitern fehlte es an viehischer Energie, sich gegenüber der Mehrheit zu behaupten, geschweige denn, sie hinter sich zu bringen. Ihre geistige Entwicklung bewog sie, Bescheidenheit aus der Erkenntnis zu beziehen, daß Macht und Besitz des Einzelnen meist zum Schaden der Gesamtheit gereichen.

Und so triumphiert stets der Egoist über dem Altruist, so daß die geistige Evolution nicht in Gang kommen konnte.

Gerade deshalb muß sich der Geistreiche als Träger des geistigen und ethischen Vermögens der Menschheit endlich über seine besondere Verantwortung bewußt werden. In Wahrung des höchsten Gutes der Menschheit ist er gehalten, fortan dem Profanen zu trotzen, denn seine Selbstbehauptung resultiert nicht mehr aus seinem Egoismus, den er besiegt hat, sondern aus seiner Verantwortung gegenüber Wahrheit und Gerechtigkeit, die mit ihm in dieser Welt stehen oder fallen. Der Klügere sollte nicht mehr nachgeben, sondern seinem Widersacher beweisen, daß er auf der gerechten Seite steht und ihm deshalb überlegen und somit würdig ist, die Macht im Sinne aller auszuüben.

Nur so kann das edle Menschentum das Ergebnis der geistigen Evolution werden und das Jammertal zu einem Paradies erstehen.

Karlsruhe, den 06.06.1999 © Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Das ganze erkennen

Unser Leben besteht aus einer Kette von Entscheidungen.
Tagtäglich müssen wir alle, der eine mehr, der andere weniger,
entscheiden, wo wir stehen, wohin wir wollen und was wir tun
müssen, um die Gegebenheiten durch uns selbst zu beeinflussen.
Ununterbrochen trotzen uns die Begleitumstände unseres Daseins Prioritäten ab.
Um jedoch das Richtige zu tun und den Weg zum Ziel zu finden, müssen wir das Ganze erkennen und seine Zusammenhänge begreifen.
Doch allzu oft stehen wir zu nah am Geschehen, sind zu sehr in die
Ereignisse involviert, so daß wir von ihnen bewegt, oft sogar
mitgerissen werden und unseren Kurs gar nicht mehr selbst zu
bestimmen vermögen.

Wir erkennen deshalb oft nur einen kleinen Ausschnitt vom Ganzen und unsere eigene Betroffenheit vernebelt unsere Wahrnehmung. Unsere Subjektivität und Egozentrik verzerrt unseren Sinn für die Wirklichkeit und wir werden zum Spielball der Ereignisse.

Deshalb sollten wir ein paar Schritte zurücktreten, um das Ganze zu erkennen. Und wenn es uns gelingt, uns selbst im Szenario des Lebens als einen kreativen Teil wieder zu entdecken und die Vorgänge sowie unser eigenes Tun und Unterlassen in objektiven Zusammenhang zu bringen, dann werden wir zur richtigen Entscheidung finden.

Dann wird der Soll- zum Istzustand. Denn wir haben die Macht, Geist durch Handeln zu materialisieren und das Gesetz von Ursache und Wirkung durch unseren Willen im Ergebnis zu beeinflussen.

Hierin liegt unser Potential, die Welt zum Besseren zu wenden.

Denn die beste Methode, die Zukunft vorauszusagen besteht darin, sie selbst zu gestalten!

Karlsruhe, den 09.12.1998 © Peter H. Arras AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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DER WEG ZUR QUELLE

Die Suche nach Wahrheit und Erkenntnis erfordert,
daß wir uns den Unbilden unseres fragenden, zweifelnden,
suchenden und leidenden Daseins stellen.
Alles Existierende ist den Gesetzen von
Ursache und Wirkung, von Vergangenheit und Zukunft
unterworfen.
Und nur das Gegenwärtige gewährt uns
eine Ahnung vom Sinn allen Seins.
Auf der Suche nach Antworten sind wir gezwungen,
das Abenteuer des Lebens auf uns zu nehmen und
uns unserer Bestimmung, denkende weil
geistige Wesen zu sein, hinzugeben.
Und auch wenn wir dabei oft im Strudel unserer Gefühle und Nöte gefangen zu sein scheinen, wenn wir oft glauben,
daß wir nicht mehr weiter könnten, so sollte uns die
folgende Tatsache ermuntern, weiter zu gehen:

„Nur der beschwerliche Weg gegen die Strömung führt uns zur Quelle der Offenbarung aller Rätsel und Phänomene!“

Nur dort finden wir die Antworten,
die wir seit Anbeginn unseres Daseins ersehnen.
Wer bin ich und wozu?
Woher komme und wohin soll ich?
Was ist wahr, was richtig und was ist zu tun?

Karlsruhe, den 28.06.1998

© Peter H. Arras

AKT- INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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SEI

gütig, nicht gutmütig !
geistig, nicht weltfremd !
besonnen, nicht zögerlich !
geduldig, nicht duldsam !
ausgeglichen, nicht müßig!
nachdenklich, nicht verträumt !
nachdrücklich, nicht dogmatisch !
traurig, nicht verbittert !
mutig, nicht leichtsinnig !
vorsichtig, nicht feige !
eloquent,
nicht geschwätzig !

LERNE aus den Lektionen Deines Lebens !
VERGIB, aber vergiss nie !

NUR SO erwirbst Du die Fähigkeiten, die Dich Deiner Bestimmung zuführen, um
die Welt, die mit und in Dir ist, zu heilen !
Denn Du wirst gebraucht !

Peter H. Arras 16.06./03.07.1997
AKT - INSTITUT FÜR MITWELTETHIK /Karlsruhe

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An jenem Tag,

an dem der Mensch auch geistig zum aufrechten Gang übergehen wird,
an jenem Tag wird sich
sein selbstgefälliger Anspruch,
das wertvollste Lebewesen
auf Erden zu sein,
verlieren !

An jenem Tag wird er das wertigste Lebewesen sein !

Peter Arras / 28. 03. 1997
INSTITUT FÜR MITWELTETHIK

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Wer in einer Welt . . . !

Wer in einer Welt der Finsternis ein Licht entzündet,
wer in einer Welt der Erkenntnislosigkeit erkennt,
wer in einer Welt der Gedankenlosigkeit denkt,
wer in einer Welt der Ausweglosigkeit Wege eröffnet,
wer in einer Welt des Handlungsbedarfs handelt,
wer in einer Welt der geistigen Austrocknung ein geistiger Quell ist,
wer in einer Welt des Stumpfsinns sensibler Sinne ist,
wer in einer Welt des Leides Leiden verhindert,
wer in einer Welt des Sterbens Leben schützt,
wer in einer Welt der Überflüssigkeiten unentbehrlich ist,

der verfügt über das Potential, die Welt zu retten !

Gib deshalb den Versuch niemals auf !

Peter H. Arras
INSTITUT FÜR MITWELTETHIK
24. März 1997

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Der entscheidende Unterschied zwischen
menschlichen und anderen Tieren:

„Ein Mensch der sein Tun und Unterlassen
nicht nach den Geboten der Vernunft ausrichtet,
ist wie eine Giraffe,
die die Blätter auf den Bäumen verschmäht –
beide werden aussterben.“
(Peter H. Arras 1992)

Zusätzliche Informationen